LIBS Blog

Der Blog für lesbische und bisexuelle Mädchen, Frauen und Transgender

“Demo für alle” oder “Demo GEGEN sexuelle Vielfalt”?

16. April 2014 von libs

von Lina S.

Am 05. April 2014 fand in Stuttgart zum dritten Male die so genannte “Demo für alle” statt. Angelehnt an die “Manif pour tous” (übersetzt ebenfalls: “Demo für alle”) in Paris, zu welcher sich im Februar etwa 100.000 Menschen versammelten, protestierten in Stuttgart circa 2500 Menschen gegen den rot-grünen Bildungsplan in Baden Württemberg und die sogenannte “Frühsexualisierung von Kindern”.
Der Bildungsplan hat zum Ziel, die fünf Leitprinzipien “Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention und Gesundheitsförderung, [sowie] Verbraucherbildung” um eine sechste Leitperspektive der “Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt” zu ergänzen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Workshop “Kreativ biografisch schreiben”

17. März 2014 von libs

Hast du Lust zu schreiben und dabei eigene Erfahrungen zu verwandeln?

Der Workshop “Kreativ biografisch schreiben” richtet sich an lesbische und bisexuelle Frauen und Transgender, die Lust haben zu schreiben. Der Spaß an der Sprache, am kreativen Ausdruck und an den eigenen und fremden Wahrnehmungen, Fantasien, Gefühlen und Erfahrungen steht im Mittelpunkt.

Der kreative Umgang mit Erlebtem ist eine gute Grundlage zum Fantasieren, Neu-Konstruieren, dem Erfinden und Neu-Finden von Geschichten. Wir tauchen in Momente ein – und lernen Perspektiven zu wechseln, Gefühle zu verdichten, Distanzen zu verkleinern oder zu vergrößern. Wir machen den Text so, wie er uns gefällt. Impulse bekommen wir durch die eigene Beobachtung und Wahrnehmung oder auch durch kreative Anreize von außen, die Erfahrungen anderer oder “technische” Fragestellungen.

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Gewalt an Frauen – Ein ganzjähriger Nachtrag zum Frauentag

14. März 2014 von libs

von Lina S.

Eine Studie der „Europäischen Union für Grundrechte“, welche in der letzten Woche veröffentlicht wurde, untersucht die Gewalterfahrung von Frauen in Deutschland. Während die Gewalt an Frauen besonders aus den weniger entwickelten Ländern im Gespräch ist, rückt das Thema in Deutschland nur an bestimmten Tagen wie dem „ Internationalen Frauentag“ oder dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ in den Vordergrund. Dass auch in Deutschland jede fünfte Frau Gewalterfahrungen gemacht hat, wissen die wenigsten. Die Studienergebnisse umfassen alle Formen der körperlichen sowie der sexuellen Gewalt. Sie beschreiben die Gewalterfahrung von Frauen über deren gesamte Lebensspanne, wobei sich Gewalt in der Kindheit häuft.

Die Ergebnisse der Studie besagen im Groben:

  • 33 % der Frauen haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren
  • 12 % der Frauen waren in der Kindheit von sexueller Gewalt betroffen, die in der Hälfte der Fälle von fremden Männern ausgeübt wurde
  • 11 % der Frauen haben bereits unangemessene Annäherungsversuche in den neuen sozialen Medien erlebt oder erhielten E-Mails oder SMS-Nachrichten mit eindeutig sexuellem Inhalt. Unter den jungen Frauen (18–29 Jahre) waren es 20 % die bereits Opfer von solchen Formen der Online-Belästigung wurden
  • 67 % meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb einer Partnerschaft nicht der Polizei oder einer anderen Organisation

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Oh, du Fröhliche

23. Dezember 2013 von libs

… fröhlich? Nicht alle finden Weihnachten fröhlich. Eigentlich wenige, die ich kenne. Weihnachten heißt für die meisten: Familie. Die, aus der man stammt. Das ist nicht fröhlich, nicht unbedingt jedenfalls. Kann bedeuten: Pflichtbesuch, Küsschen, Zwangslächeln.
Viele Lesben (und Schwule und Trans*) haben es ja nicht besonders leicht mit ihren Herkunftsfamilien. Da kann so ein heiliges Weihnachtsfest schon zur Depression führen. Wenn nicht zu meiner, dann vielleicht ja der von Mutti und Vati oder Omi (wäre mir lieber als meine eigene).

Ja, ja, es gibt auch die, die sich gut mit ihrer Herkunftsfamilie verstehen. Ich denke aber, die meisten verstehen sich mit ihren Wahlfamilien eindeutig besser. Aber die haben an Weihnachten eben das Nachsehen. Es ist aber auch eine harte Zeit! Von überall her schallt heteronormatives Glück: TV, Kaufhaus-Weihnachtslieder-Rausch, bunte Bilderbögen … Papa, Mama, Kind und Hund am Kamin, Geschenke auspacken, Kerzenschein … Glück ist, wenn SIE von IHM einen Brillantring bekommt. Und Er von IHR ihren Körper, eingehüllt in guten Duft. Ja, ja, das will ja keiner mehr hören. Ich weiß, ich bin selbst schuld, wenn ich das noch an mich ranlasse. Aber mal ehrlich: Den ganzen Beitrag lesen »

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Biografisches Theater: Neue Gruppe

20. Dezember 2013 von libs

Biografisches Theater ist eine Form von Theater, in der keine vorgegebenen Dramen, sondern erlebte Geschichten und Erfahrungen im Vordergrund stehen. Es ermöglicht den Darstellerinnen wie auch den Zuschauerinnen, sich der eigenen Selbst- und Lebenskonzepte bewusst zu werden, sie zu bestätigen und durch neue Erfahrungen zu erweitern.

Lebenswege – Lesbenwege: Theatergruppe für lesbische Frauen

Hast Du Lust, Theater zu spielen und dabei andere Lesben kennenzulernen? Es ist nicht wichtig, ob Du schon Theater gespielt hast oder nicht. Es ist schön, wenn Du Lust auf neue Erfahrungen hast.

Wir spielen. Du lernst Übungen kennen, die die Stimme, den Körper, den Ausdruck, die Aufmerksamkeit, das Zusammenspiel und die Kreativität trainieren. Wir improvisieren. Du entdeckst, wie viel kreatives Potenzial in Dir steckt!

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Was ist Diversity-Management?

14. November 2013 von libs

von Lina S.

What we have to do is to find a way to celebrate our diversity and debate our differences without fracturing our communities. (H. Clinton)

Der Begriff “Diversity” beschreibt die Vielfalt der Menschen und ihrer Eigenschaften. Ein Merkmal dieser Heterogenität der Gesellschaft stellt die sexuelle Orientierung dar, welche für jeden Menschen im breit gefächerten Feld zwischen Heterosexualität und Homosexualität verankert ist. Die sexuelle Orientierung ist jedoch nicht starr festgelegt, sondern kann im Laufe des Lebens variieren.

Unter anderem vor diesem Hintergrund beschreibt Artikel 3 des Grundgesetzes die generelle Situation von Frauen und Männern in Deutschland wie folgt:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Leider lassen sich jedoch trotz gesetzlicher Bestimmungen auch heute noch häufig Stigmatisierungen und/oder Stereotypisierungen erkennen. Ebenso wie in den 60er Jahren wird Homosexualität in einigen Kreisen noch als “Abscheulichkeit [...] des Körpers” (Goffman 1967) und/oder als “individueller Charakterfehler” (ebd.) angesehen. Obwohl Homosexualität keine Straftat  (bis 1969) mehr ist und sie auch nicht mehr als psychische Krankheit (bis 1992, WHO) gilt, fällt die Anerkennung derselben als Normalität in der Gesellschaft schwer. Den ganzen Beitrag lesen »

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Heutzutage geht doch alles – oder?

2. August 2013 von libs

LESBISCHE REALITÄTEN UND HETERONORMATIVITÄT IN BERATUNG UND THERAPIE -
4 Fortbildungsmodule für beratende, therapeutische und pädagogische Fachkräfte

Lesben, Bi-Frauen, queer- und trans*Menschen scheinen in der Gesellschaft angekommen zu sein. Die Akzeptanz für nicht-heterosexuelle Lebensweisen hat zugenommen. Dies verschleiert jedoch häufig die immer noch bestehenden Dynamiken von Ausgrenzung und Diskriminierung. Die öffentlich proklamierte Gleichstellung findet nicht überall Eingang in die Lebensrealität von lesbischen und bisexuellen Mädchen, Frauen und Trans*menschen. Persönliche Erfahrungen sind häufig immer noch von subtilen Formen der Nichtakzeptanz, des Ausschlusses und anderen Diskriminierungen geprägt oder gefärbt.
Beratung und Therapie sind empfindliche Bereiche, in denen Ausgrenzung, mangelnde Information und Nicht-Einbeziehen von lesbischen und anderen nicht-heteronormativen Lebensweisen und Erfahrungen besonders tiefgreifende Konsequenzen haben können.

Aus diesem Grund hat LIBS e.V. Fortbildungsmodule entwickelt. Ziel ist es, beratende, pädagogisch oder therapeutisch tätige Fachkräfte für die Erfahrungswelt lesbischer und anderer nicht-heterosexuell orientierter Menschen zu sensibilisieren und einen Reflexionsraum zu eröffnen, in dem Aspekte wie Vielfalt und Anderssein mitgedacht werden können. Den ganzen Beitrag lesen »

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CSD – Empfang im Römer – Toiletten & Spaß …

24. Juli 2013 von annie

Es war ja richtig heiß auf dem CSD. Und zum 1. Mal hisste OB Peter Feldmann mit Stadtrat Christian Setzepfandt (Grüne) die Regenbogenflagge auf dem Römer, als die meisten woanders mit der Parade unterwegs waren. Am Sonntag lud der OB zum Empfang im Römer, allerdings vor allem Politik, Presse und überwiegend schwule Initiativen bzw. Personen. Dass nicht ordentlich recherchiert wurde, wer in Frankfurt in Sachen LGBT* aktiv ist und eingeladen werden sollte – dies stieß auf Unmut. Dabei ging es nicht, wie die FR schreibt, um die “Nicht-Erwähnung bestimmter Organisationen wie dem Lesben-Informationszentrum” (FR online, 22.7.; 2). Dieses existiert nämlich gar nicht. LIBS, die Lesben Informations- und Beratungsstelle war eingeladen und vor Ort. Was auffiel, war, dass insgesamt wenige Vertreterinnen der Lesben in den Römer geladen waren, z.B. der Trägerverein LLL e.V. des Lesbisch-schwulen Kulturhauses in Frankfurt, der doch für eine wichtige Einrichtung steht. Den ganzen Beitrag lesen »

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Streichung von Geldern für Lesbenberatung Berlin e.V. – Aufruf zur Unterstützung

23. Mai 2013 von libs

Letzte Woche erreichte LIBS die Information, dass die Lesbenberatung Berlin/LesMigraS vom Senat für Gesundheit Berlin aufgefordert wurde, 15.000 Euro im laufenden Jahr 2013 einzusparen. Das gefährdet die Arbeit der Beratungsstelle, denn es bedeutet, “dass unsere Barrierefreiheit, unsere Jugendarbeit, die niedrigschwelligen Gruppenangebote, ein Teil unseres Beratungsangebotes und die Öffnungszeit nicht mehr so wie bisher für lesbische, bisexuelle Frauen und Trans*Menschen zu Verfügung stehen” (Pressemitteilung Lesbenberatung Berlin e.V.).

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Tag gegen Homo- und Trans*phobie – eine Nachlese

22. Mai 2013 von libs

Es gibt viele Tage im Jahr für und Tage gegen etwas – der 17. Mai hat sich im Gegensatz zu vielen anderen Tagen in den letzten Jahren immer mehr als wirklicher Aktionstag gegen Homo- und Trans*phobie, als IDAHO (International Day Against Homophobia and Transphobia), etabliert. Das ist gut, weil es zeigt, dass Homo- und Trans*phobie aktuelle Themen sind, die als solche wahrgenommen werden, und dass es lebendige Aktionen und Diskussionen gibt, in denen über vielfältige Lebenformen gesprochen wird, über deren Wahrnehmung und Positionierung in der Gesellschaft und auch über deren Ausgrenzungen und Abwertungen.

Call me Kuchu – Homophobie in Uganda

LIBS hat gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Schrägstrich am 16. Mai als Auftakt zum Aktionstag im Frankfurter Kino Mal seh’n den Film Call me Kuchu gezeigt. Kuchu ist das Wort für Lesben und Schwule in Uganda – und der Film zeigt auf erschreckende Weise, wie dort mit nicht-heterokonformen Lebensformen umgegangen wird, wenn sie sichtbar werden. Die Dokumentation der Regisseurinnen Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright macht deutlich, wie lebensgefährlich es in Uganda ist, sich zu outen. Sanktionsformen, die von Angehörigen  getroffen werden, bestehen in Versuchen, den oder die Abtrünnige von der heteronormen Lebensweise zur Umkehr zu bewegen, sogar mit Gewalt dazu zu zwingen, z.B. durch Vergewaltigung, wie eine Protagonistin berichtet. Diese Formen direkter Gewalt sind in Deutschland nicht vorstellbar, vor allem auch die Tatsache schockiert, dass der Aktivist David Kato, einer der Protagonisten des Films, während der Dreharbeiten Opfer eines Anschlags und ermordet wurde. Die Dokumentation folgt den Ereignissen – westliche Proteste gegen die Gewalt gegen Lesben und Schwule in Uganda stoßen dort auf Abwehr, teilweise auf müdes Belächeln. Die Forderungen internationaler Politik danach, den ugandischen Gesetzesentwurf zu stoppen, der die Verfolgung und Denunziation von Lesben und Schwulen nicht nur legalisiert, sondern sogar als Bürgerpflicht vorschreibt, wird als “Einmischung” empfunden.  Den ganzen Beitrag lesen »

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